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Die Elsässer Universitäten sind Mitglied des ersten Europäischen Campus

Am 11. Mai 2016 wurde in Straßburg der erste Europäische Campus eingeweiht. Der Europäische Campus ist ein Zusammenschluss von Hochschulen in Frankreich, Deutschland und der Schweiz, der insbesondere zur Entwicklung gemeinsamer Strategien in den Bereichen Forschung und Lehre beitragen soll.

5 Universitäten, 3 Länder, 2 Sprachen – 1 europäischer Campus

Die Universität Straßburg, die Université de Haute-Alsace, die Universität Basel, die Universität Freiburg im Breisgau und das Karlsruher Institut für Technologie sind die ersten Hochschulen, die sich eine europäische Rechtspersönlichkeit verleihen und einen Europäischen Verbund für territoriale Zusammenarbeit (EVTZ) gründen.

Diese fünf in der Region Oberrhein gelegenen Universitäten, die maximal eineinhalb Fahrstunden voneinander entfernt liegen, zählen gemeinsam 115.000 Studenten, 15.000 Forscher und 11.000 Doktoranden.

Im Rahmen des Europäischen Campus wird die Unabhängigkeit der Universitäten bewahrt, es werden jedoch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit gefördert und Forschern, Studenten und Mitarbeitern zahlreiche neue Chancen eröffnet. Dieser Zusammenschluss ermöglicht auch eine Strukturierung von Forschung und Lehre anhand neuer Grundlagen, sodass die internationale Präsenz der teilnehmenden Universitäten gefördert und neue Talente angezogen werden.

Wir möchten Spitzenwissenschaftler in die Oberrhein-Region locken“, so Hans-Jochen Schiewer, Rektor der Universität Freiburg und Präsident des Europäischen Campus.

Ziel ist es außerdem, gemeinsam neue Strukturen zu entwickeln, die einen echten Mehrwert aufweisen und auf internationalem Niveau konkurrenzfähig sind.

Europäischen Campus

Forscher Elsass

Welche Vorteile ergeben sich für die Forscher?

  • Die grenzüberschreitende Forschung aller Mitgliedsuniversitäten wird durch den Zugriff auf die jeweiligen Forschungsinfrastrukturen vereinfacht.
  • Die gemeinsame Rekrutierung von wissenschaftlichen Mitarbeitern gestaltet sich einfacher. Als trinationales Wissenschaftszentrum wird der Europäische Campus für die besten Wissenschaftler aus aller Welt attraktiver.
  • Es können gemeinsame Finanzierungsanträge bei europäischen und nationalen Behörden eingereicht werden.
  • Doktoranden haben die Möglichkeit, die Kurse der fünf Mitgliedsuniversitäten für sich zu nutzen und die jeweiligen universitären Services in Anspruch zu nehmen.

Welche Vorteile ergeben sich für die Studenten?

  • Die an einer der fünf Mitgliedsuniversitäten eingeschriebenen Studenten können an allen fünf Institutionen an Kursen teilnehmen. Auf diese Weise können sie neues Wissen erwerben, unterschiedliche pädagogische Ansätze kennenlernen sowie ihre Sprachkenntnisse und interkulturellen Kompetenzen erweitern.
  • Mit dem Belegen eines Studiengangs an zwei oder mehr Universitäten können zusätzlich französische, deutsche oder schweizerische Abschlüsse erworben werden.
  • Es können dieselben Services wie an der Herkunftsuniversität genutzt werden: Bibliotheken, Bildungsangebote, Mensen, Studentenwohnheime usw.
  • Verschiedene Sprachen, Kulturen und didaktische Ansätze bereichern das Lernen.

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass eine sprachliche und religiöse Diversität die Produktivität fördert und die Qualität der Forschung erhöht“, so Carlos Moedas, EU-Kommissar für Forschung, Wissenschaft und Innovation, bei der Einweihung des Europäischen Campus. Die Diversität, so fügte er hinzu, sei „auch eine Herausforderung, die jedoch bei erfolgreichem Bestehen zu außergewöhnlichen Ergebnissen führt.

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