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Die Automobilbranche vernetzt sich mit der Zukunft

Die Fabrik der Zukunft – manche arbeiten bereits daran, manche reden darüber, ohne zu wissen, worum es sich handelt, und manche haben noch nichts davon gehört…

Anfang Juni, beim Forum für die Attraktivität des Elsass in Mülhausen, ließ Sylvain Dorschner, Mitbegründer von Innoeco, der sich auf Unternehmensberatung mit dem Schwerpunkt operatives Management von Körperschaften spezialisiert hat, deutliche Worte verlauten: „Die Unternehmen, die in den nächsten Jahren den Übergang zur Fabrik der Zukunft verpassen, werden verschwinden.“

Das Cluster Pôle Véhicule du Futur hat bereits gut vorgearbeitet. Im Jahr 2014 hat der Regionalverband der Automobilindustrie PerfoEST, ein Mitglied dieses Clusters, das Projekt “Fabrik der Zukunft” gestartet, um die KMU und die Kleinstunternehmen aus der Automobilbranche für dieses Thema zu sensibilisieren. Es wurden sieben Reflexionsansätze entwickelt, die eine pragmatische Definition der Fabrik der Zukunft zwischen technologischem Fortschritt und neuen Organisationsmethoden liefern.

Im Zentrum der Fabrik der Zukunft steht der Mensch. Das bedeutet, dass diese ergonomischer aufgebaut ist und damit letztendlich attraktiver ist, vor allem für junge Menschen. Sie verfügt über innovative Prozesse, die es ermöglichen neue Materialien zu verarbeiten, zum Beispiel mithilfe der Additiven Fertigung. Sie ist automatisiert und offen für ihre Lieferanten. Sie ist flexibel und kann sich an neue oder besondere Situationen und Bestellungen anpassen. Sie ist frugal, das heißt, sie verbraucht wenig Energie und benötigt wenig Platz, recycelt ihren Abfall oder verwendet recycelte Produkte. Und zu guter Letzt ist sie natürlich vernetzt, wodurch sie die sechs vorhergehenden Ansätze bestmöglich umsetzen kann.

Eine vernetzte und nachhaltige Fabrik

„Es ist mehr als nur eine automatisierte Fabrik,“ bemerkt Brigitte Ducruez-Bernard, General Manager für Innovation des Clusters Pôle Véhicule du Futur, „es ist eine vernetzte und nachhaltige Fabrik.“ Die KMU und die Kleinstunternehmen müssen in der Lage sein, den Erwartungen der großen Auftraggeber zu entsprechen, die ihrerseits bereits die Kriterien der Fabrik 4.0 umsetzen und von ihren Zulieferern dasselbe erwarten. „Nehmen Sie das Modell DS 3 von Citroën als Beispiel, das sich an individuelle Kundenwünsche anpassen lässt… Die Zulieferer müssen auf alle Bestellungen sofort reagieren können.“

Gemäß einer von PerfoEST umfassend erprobten Methode werden die Unternehmen zunächst einmal für dieses Konzept sensibilisiert. Die Unternehmen, die bereit sind, diese Ansätze umzusetzen, können Unterstützung in Anspruch nehmen, zum Beispiel bei der Erstellung einer Analyse, der Durchführung von Vorstudien, Projektbegleitung sowie finanzielle Unterstützung im Rahmen des Programms “Fabrik der Zukunft” der Region Elsass. Brigitte Ducruez-Bernard bestätigt: „Egal, welchen Ansatz sie als erstes umsetzen wollen, für die Unternehmen ist es eine zusätzliche Möglichkeit, den Abstand zu ihren großen Auftraggebern zu verringern, ihren Spielraum zu erweitern und damit ihre Aktivität dauerhaft zu sichern.“

Die Fabrik der Zukunft