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Dossier

Der zweitgrößte Industriesektor des Elsass

Bier, Wein, Fleisch- und Wurstwaren, Gebäck, Brezel, Flammkuchen, Käse, Confiserie, Kaffee und Schokolade… die Karte der elsässischen Nahrungsmittelindustrie bietet eine unglaubliche Vielfalt. Zu Tisch!

Im Elsass beschäftigen 250 Unternehmen der Lebensmittelindustrie 16.500 Mitarbeiter, wodurch diese den zweitgrößten Industriesektor der Region darstellt. Neben den großen internationalen Konzernen findet man noch eine sehr hohe Anzahl an mittelständischen und kleinen Familienunternehmen, die ihre Unabhängigkeit bewahren konnten. Mehr als die Hälfte der Unternehmen beschäftigt weniger als 10 Arbeitnehmer.

Schwergewichte auf dem Weltmarkt

Von den globalen Konzernriesen, die sich im Elsass niedergelassen haben, ist Mars zweifellos das bekannteste Beispiel: der berühmte Schokoladenfabrikant produziert in Haguenau Schokoladenriegel und die berühmten M&M’s für ganz Europa. Drei Viertel der Produktion werden exportiert. In Steinbourg stellt die Marke Eiscreme für den französischen Markt her. Und in Biesheim bei Colmar produziert Wrigley, ein Tochterunternehmen von Mars, die bekannten Kaugummis Freedent. Wir bleiben in der Schokoladenbranche und machen in Straßburg halt, wo Mondelez, ehemals Kraft Foods, die Marken Milka und Suchard mit Oster- und Weihnachtsware beliefert, von der mehr als die Hälfte in europäische Länder exportiert wird.

Mars M&M's Elsass

Kougelhopf

Das Know-how macht den Unterschied

Es ist jedoch die Vielfalt der Produkte, durch die sich das Elsass wirklich hervorhebt.  Vom Aperitif bis zum Digestif hat die Region für ein komplettes Essen allerhand zu bieten:  Biere, unzählige Wurstwaren, wie die berühmte „Knack d’Alsace“, die kürzlich ihre geschützte geographische Angabe (g.g.A.) erhielt, Foies Gras, das Sauerkraut natürlich, verschiedenste Fleischwaren, die mit unvergleichlichen Senf- oder Meerrettich-Sorten serviert werden, geräucherter und ungeräucherter Fisch, Teigwaren, Flammkuchen, Münsterkäse und die ganze Palette an süßem und herzhaftem Gebäck, bis hin zu den Weihnachtplätzchen, den weltberühmten Bredele… und dabei wird mit Getränken wie Quell- oder Mineralwasser, Sylvaner, Riesling, Gewürztraminer, Pinot noir, gris und blanc und Crémant angestoßen, die einen zunehmenden Erfolg in Frankreich und der Welt feiern. Den Abschluss bildet ein guter Kaffee, der in der Rösterei am Straßburger Hafen verfeinert wird.

Sie verleihen der elsässischen Lebensmittelindustrie ihren Glanz

Eine kleine Auswahl der Unternehmen, denen wir diese köstliche Vielfalt zu verdanken haben. Die Teigwarenfabrik Pâtes Valfleuri bei Mulhouse und zwei über hundert Jahre alten Unternehmen: die Teigwarenfabrik Pâtes Grand-Mère in Marlenheim und die 110 Jahre alte Fabrik Pâtes Thirion in Colmar. Ein anderes Produkt, eine andere Dimension: die Fruchtsäfte von Jus de Fruits d’Alsace in Sarre-Union. Anfänglich ging es darum, die Äpfel aus dem elsässischen Obstanbau zu verwerten. Heute stellen die 240 Mitarbeiter des Unternehmens reine Fruchtsäfte, Smoothies und Fruchtnektare her und beginnen momentan mit der Produktion von Getränkekartons im Format 33 cl.

In einem ganz anderen Register zählen die Foies gras aus dem Haus Feyel, die Napoleon III. bereits 1861 seinen Gästen servierte, zu den ältesten französischen Häusern. Das Geheimnis dieser Langlebigkeit: die berühmte Mischung aus 13 Gewürzen, von denen sich sogar die Chefköche des Pariser Restaurants „La Tour d’Argent“ verführen ließen. Weiterhin zu nennen sind Christine Ferber und Mireille Oster, die Konfitüre bzw. Lebkuchen herstellen, die einfach unwiderstehlich sind und auf die die Japaner ganz versessen sind.

Ein anderer berühmter Elsässer, Pierre Hermé – der „Picasso of pastry“ (laut Vogue-Magazin) – eröffnete 1998 sein erstes Geschäft in Tokio, gefolgt von einem Tee-Salon im Juli 2000. Die Schokoladen- und Macaron-Manufaktur, die er 2008 unter seinem Namen gründete, steht jedoch in Wittenheim bei Mulhouse.

Pâtes Grand Mère Alsace