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Das IRCAD – Spitzenchirurgie auf Weltniveau

Das IRCAD (Institut de Recherche contre le Cancer de l’Appareil Digestif – Institut für Erforschung von Krebserkrankungen des Verdauungstrakts) , Aushängeschild der Chirurgie der Zukunft, eröffnete seine dritte internationale Außenstelle in Rio de Janeiro. Das seit über 20 Jahren in Straßburg ansässige Institut widmet sich vor allem der Innovation und Ausbildung im Bereich der minimal-invasiven Chirurgie und ermöglicht es damit Chirurgen aus der ganzen Welt, sich mit den neuen Ansätzen in diesem Bereich vertraut zu machen. Ein Blick aus der Nähe auf diese weltweit erfolgreiche Einrichtung mit Pioniercharakter!

Straßburg, Welthauptstadt der minimal-invasiven Chirurgie

Das 1994 von Professor Jacques Marescaux in Straßburg gegründete IRCAD spielt eine federführende Rolle bei der Weiterentwicklung der minimal-invasiven Chirurgie. Jährlich kommen über 5.500 Chirurgen aus der ganzen Welt nach Straßburg, um dort ihre Kenntnisse zu erweitern. Damit ist das IRCAD seit seiner Gründung in Bezug auf die Ausbildung in dieser Disziplin weltweit die Nummer eins.

Für die Ausbildung zeichnet ein Netzwerk von 800 internationalen Experten verantwortlich, welche hier die neuesten Methoden der nichtinvasiven Chirurgie vermitteln. Die hier ausgebildeten Chirurgen profitieren darüber hinaus von Übungseinheiten im größten OP der Welt – mit 40 Chirurgen und 20 Anästhesieassistenten an den mit Bildschirmen und Gelenkarmen ausgestatteten OP-Tischen.

Das IRCAD widmet sich jedoch nicht nur der Lehre, sondern auch der Forschung: Die hier tätigen Wissenschaftler veröffentlichten insgesamt 3.550 Publikationen; darüber hinaus laufen derzeit 45 Forschungsprogramme in zahlreichen verschiedenen Fachgebieten. Diese wissenschaftliche Leistung und der Einfallsreichtum am IRCAD sind der Grund dafür, dass zahlreiche „medizinische Premieren“ im Elsass stattfinden. Zu den legendärsten dieser Premieren zählt zweifelsohne die „Lindbergh-Operation“ im Jahr 2001: der erste, von New York aus an einer Patientin in Straßburg mit einem OP-Roboter durchgeführte telechirurgische Eingriff.

Stets an der Spitze der Innovation, sprang das IRCAD außerdem sehr früh auf den Zug des digitalen Wandels auf.  1998 ging die eigene Online-Universität des Instituts online: www.websurg.com. Heute werden Kurse, Videos und Fachberatung täglich von über 320.000 Chirurgen kostenlos genutzt – in sieben Sprachen!

IRCAD

  • Pr. Jacques Marescaux - IRCAD

Ein Erfolg geht um die Welt

Aufgrund seines großen Erfolgs ist das Modell des IRCAD ein weltweiter Exportschlager. Die erste internationale Außenstelle eröffnete 2008 in Taiwan, um Chirurgen im Raum Asien/Pazifik auszubilden. 2011 wurde die zweite Außenstelle in Barrestos (Brasilien) eröffnet. Angesichts des Erfolgs der dort angebotenen Kurse eröffnete schließlich im Juni 2017 eine dritte Außenstelle in Rio de Janeiro. Ihr Ziel ist es, jährlich zwischen 2.000 und 4.000 Chirurgen aus Brasilien, ganz Latein- sowie aus Nordamerika auszubilden.

Dieses neue Zentrum bietet Weiterbildung in den Bereichen laparoskopische und endovaskuläre Chirurgie in verschiedenen Fachgebieten: Viszeralchirurgie, gynäkologische, urologische, thorakale und bariatrische Chirurgie. Es verfügt über eine mit Spitzentechnologie ausgestattete Chirurgie-Plattform: 20 Versuchs-OP-Tische, 2 OP-Roboter und 1 Scanroboter.

An der Spitze der chirurgischen Forschung, Innovation und Ausbildung positioniert sich das IRCAD heute als echter Botschafter für französische Exzellenz und Motor der Medizintechnologie im Elsass.