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Dossier

Biovalley : globales life sciences cluster

In einigen Jahrzehnten hat sich auf beiden Seiten des Rheins zwischen dem Elsass, Baden-Württemberg und Basel ein globales Life Sciences Cluster herausgebildet. Im sogenannten BioValley spielt das Elsass mit seinen Unternehmen, Start-ups, Laboren und Universitäten eine herausragende Rolle. Immersion in ein sehr fruchtbares Ökosystem.

Die ersten Operationen mithilfe der Telechirurgie sowie die ersten minimal-invasiven Eingriffe des Forschungsinstituts für Krebserkrankungen des Verdauungsapparats (IRCAD), die Entwicklung der Zelltherapie in der Kardiologie mithilfe der Stammzellen von Herzinfarkt-Patienten durch die Firma CellProthera, das Projekt der bioartifiziellen Bauchspeicheldrüse unter der Leitung von Defymed für die Behandlung von Typ-1-Diabetes, die Ansiedlung des weltweit größten Produktionsstandorts von Lilly nur wenige Kilometer von Straßburg entfernt… Herzlich willkommen im europäischen BioValley im Elsass!

Innovationen von Weltrang


Der Präsident des Kompetenzzentrums Alsace BioValley Didier Frommweiler zeichnet ein Bild von diesem großen Tal im Dienste der Gesundheit: „Das Elsass und darüber hinaus die trinationale Region des BioValleys mit Baden-Württemberg und den Basler Kantonen hat eine einzigartige Konzentration an ausgezeichneten Akteuren im Gesundheitssektor zu bieten. Partner, Kunden und Zulieferer befinden sich in einem Umkreis von 200 km2 immer in Reichweite. Die weltgrößten Akteure im Bereich der Life Sciences liegen in unmittelbarer Nähe zu einer Vielzahl an Start-ups mit Spitzenkompetenzen, von denen einige an Gesundheitsinnovationen von Weltrang arbeiten. Dieses natürliche Ökosystem, das auf Nähe aufbaut, fördert zweifelsohne den Austausch und die Zusammenarbeit im Dienste des Fortschritts.“

Der Kern des Systems, das von der Industrie konzipiert, von den Gebietskörperschaften unterstützt und finanziert und von staatlicher Seite anerkannt ist, beruht auf den drei Säulen der Innovation: Unternehmen, Universitäten, Laboratorien. Doch damit dieses Ökosystem funktioniert, Wissenschaftler und Unternehmer im regen Austausch stehen und sich ein günstiger Nährboden für die Wirtschaft bildet, benötigt man einen Dirigenten. Diese Rolle übernimmt das Alsace BioValley, wobei die Hauptziele bei der Entwicklung von Unternehmen, der Finanzierung ihrer Innovationen, im Fundraising und in der Identifizierung neuer Märkte liegen.

Business-Beschleuniger


„Wir arbeiten jeden Tag daran, neue Kooperationen zwischen Unternehmen auf den Weg zu bringen, die natürlich in Verbindung mit der öffentlichen Forschung stehen“, erklärt Didier Frommweiler. „Hierbei kann Alsace BioValley die sozioökonomischen Akteure der Region schnell an einen gemeinsamen Tisch bringen, um die Entstehung eines neuen Kooperationsprojektes oder die Ansiedlung eines neuen Unternehmens zu vereinfachen. Unsere wichtigste Aufgabe besteht in der Beschleunigung und Erleichterung von Gesprächen.“ In Straßburg arbeiten auf diese Weise die Universität Straßburg, das französische Institut für Gesundheitswesen und medizinische Forschung (INSERM), das Deutsche Krebsforschungszentrum, die Universität Heidelberg-Mannheim sowie das Unternehmen SANOFI an der Entstehung einer innovativen Plattform für die Entwicklung neuer Medikamente. Dabei werden sie von der BIOPRO Baden-Württemberg, der öffentlichen Landesagentur für Innovation im Gesundheitswesen im benachbarten Bundesland, und von Alsace BioValley unterstützt, die vor Kurzem ein Partnerschaftsabkommen unterzeichneten.

Ein weiteres Beispiel für internationale Kooperation ist das 2013 unterzeichnete Abkommen zwischen dem Alsace BioValley und dem Massachusetts Life Sciences Center(MLSC). Das Elsass gehört zusammen mit der Provinz Quebec, der Wallonie und der australischen Provinz Victoria zu den vier Regionen in der Welt, die vom berühmten Bostoner Cluster ausgewählt wurden, um bilaterale Projektfinanzierungen für therapeutische Innovationen bereitzustellen. Das erste Unternehmen, das im Elsass infolge einer internationalen Projektausschreibung in den Genuss dieser Querfinanzierungen kommt, ist Transgene für die Entwicklung seiner Medikamente gegen Krebs.

Die Einzigartigkeit des Elsasses besteht nach Ansicht des Generaldirektors von Alsace BioValley darin, dass man „hier, im Herzen Europas, im Gesundheitswesen Projekte, Erfindungen und Innovationen entwickeln kann und zwar gemeinsam mit hochqualifizierten Unternehmern und Wissenschaftlern aus dem Elsass, aber auch aus der Schweiz und aus Deutschland, deren wissenschaftliche Spitzenleistungen im medizinischen Bereich nicht mehr bewiesen werden müssen.

Weitere Informationen auf
www.alsace-biovalley.com
www.biovalley.com

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